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Blatt 01 — KopfCover Zürich → München

Architektur
& Innen­architektur

Diese Seite soll meine Leidenschaft und Neugier zum Entwerfen von Räumen vermitteln.
Zu Arbeiten mit dem, was man vorfindet.
Sich der Dauerhaftigkeit von Eingriffen bewusst sein.
Verantwortungsvoll damit umgehen.
Was für ein Privileg, gestalten zu dürfen!
Sarah Dann studiert derzeit Architektur im Master an der Technischen Universität München.

This site is meant to convey my passion and curiosity for designing spaces.
For working with what is already there.
For being aware how lasting every intervention is.
For handling that responsibly.
What a privilege it is to be allowed to design!
Sarah Dann is currently doing her Master's in Architecture at Technical University of Munich.

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M.A. Architektur,
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B.A. Innenarchitektur
B.Sc. Architektur
Praxis
Practice
UC'NA Architekten
studio caspar.
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Blatt 02 — WerkWork Sechs Arbeiten, 2021–2026 Six works, 2021–2026

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Mars Monumenta Mythica Entwurf eines zeitgenössischen Monuments · Bachelor Thesis Studio Hirschbichler WS 2024/2025 · Prof. Michael Hirschbichler, HafenCity Universität Hamburg 2025 · BachelorarbeitBachelor thesis +
Vollständiger TextFull text (German)

Der Mars war stets Projektionsfläche menschlicher Neugier, ein leerer Raum für Spekulationen, Sehnsüchte und Herrschaftsansprüche. Benannt nach dem römischen Kriegsgott, spiegelt er das anthropozäne Weltbild wider: Der Mensch setzt sich selbst als Maßstab aller Dinge und bezieht alles auf sich. Der rote Planet wird so nicht als eigenständige Entität betrachtet, sondern als Bühne für menschliche Ambitionen. In meiner Arbeit entwerfe ich sieben Monumente an mythisch relevanten Orten auf dem Mars — Orte, die in verschiedenen Kulturen mit Göttlichkeit, Macht und Kosmologie assoziiert werden. Doch kein Mensch war je dort.

Was bleibt, sind nicht die Monumente selbst, sondern lediglich ihre Fußabdrücke, in den Gipsmodellen der marsianischen Topographie festgehalten. Diese Fußabdrücke verweisen auf die Vergänglichkeit von Macht und sind gleichzeitig ein Symbol für die menschliche Hybris, sich als Zentrum des Universums zu sehen. Die Monumente, einst als Zeichen der Kontrolle über den unberührten Planeten gedacht, sind verschwunden — ein Echo der Geschichte, in der imperiale Strukturen über Zeit und Raum hinweg zerfallen.

Die Spur, die sie hinterlassen, verweist auf eine koloniale Geste: Wie der erste amerikanische Fußabdruck auf dem Mond markiert sie nicht nur Präsenz, sondern impliziert Besitz. Der Abdruck wird zum Symbol menschlicher Aneignung, zur Manifestation eines machtvollen Blicks, der die ferne Welt des Mars als leere Bühne westlicher Herrschaftsansprüche inszeniert.

Doch der Mars ist kein leeres, passives Objekt menschlicher Ambitionen. Seine unberührte Landschaft widersteht der dauerhaften Prägung durch menschliche Eingriffe. Die mythologischen Konnotationen des Planeten — Krieg, Schicksal, Vergänglichkeit — stehen in direkter Verbindung mit der menschlichen Geschichte. Die sieben Monumente werden somit nicht nur zu Zeichen gescheiterter Machtansprüche, sondern auch zu Metaphern für unsere ewige Suche nach Bedeutung in einer Welt, die weit größer ist als der Mensch. Sie mahnen zur Reflexion darüber, wie tief unser Weltbild in der eigenen Mythologie verankert ist und wie sehr wir uns selbst im Kosmos spiegeln wollen — selbst in einer Umgebung, die uns noch nie gesehen hat.

Architektur spielt in der Mythologie eine zentrale Rolle. Sie dient als Manifestation von Glaubensvorstellungen, als Ort der Rituale und als Symbol für die Verbindung zwischen Mensch und Göttlichem. Die Konstruktionen auf dem Mars orientieren sich daher an archetypischen Bauformen, die in vielen Kulturen Bedeutung hatten: antike Amphitheater wie das Kolosseum, griechische Rundtempel oder archaische Land-Art-Installationen. Diese architektonischen Elemente sind hauptsächlich westlich geprägt und verdeutlichen so die fortwährende Dominanz eines eurozentrischen Blicks, selbst in der Vorstellung von außerirdischen Landschaften.

Obwohl die Monumente selbst verschwunden sind, bleibt doch etwas zurück. Die Fußabdrücke sind ein Sinnbild dafür, dass menschliche Ideen, Geschichten und Konstruktionen immer Spuren hinterlassen — sei es physisch oder in kultureller Erinnerung. Auch wenn die Macht vergeht, bleibt ihr Abdruck bestehen, als Echo vergangener Ambitionen und als Zeugnis dafür, dass der Mensch stets Spuren in der Welt hinterlässt, sei es auf der Erde oder im Universum.

Vielleicht ist es aber nicht Größe oder Bedeutung, die diese Spuren ausmachen, sondern viel mehr die menschliche Angst vor der eigenen Vergänglichkeit. Der Mensch ist nur ein flüchtiger Moment in der Geschichte dieses Planeten — und erst recht in der Geschichte des Universums. Während der Mars weiter seine Kreise zieht, wird die Zeit kommen, in der kein menschliches Wesen mehr da ist, um diese Spuren zu deuten. Nietzsche schrieb, der Mensch erfand, was er erkannte — doch was bleibt, wenn es niemanden mehr gibt, der noch erkennt?

Topographische Marskarte mit den sieben Standorten
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Polarkarte der südlichen Marshemisphäre
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Entwurfsskizze der Monumente in der Marslandschaft
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Abschlusspräsentation der Bachelorarbeit, HCU Hamburg
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Hellas Planitia, Lageplan 1:1.250.000
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Hellas Planitia, Grundriss 1:10.000
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Hellas Planitia, Ansicht
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Utopia Planitia, Lageplan 1:1.250.000
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Utopia Planitia, Grundriss 1:10.000
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Utopia Planitia, Ansicht
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Promethei Rupes, Lageplan 1:1.250.000
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Promethei Rupes, Grundriss 1:10.000
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Promethei Rupes, Ansicht
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Olympus Mons, Lageplan 1:1.250.000
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Olympus Mons, Grundriss 1:10.000
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Olympus Mons, Ansicht
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Cerberus Fossae, Lageplan 1:1.250.000
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Cerberus Fossae, Grundriss 1:10.000
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Cerberus Fossae, Ansicht
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Noctis Labyrinthus, Lageplan 1:1.250.000
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Noctis Labyrinthus, Grundriss 1:10.000
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Noctis Labyrinthus, Ansicht
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Elysium Planitia, Lageplan 1:1.250.000
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Elysium Planitia, Grundriss 1:10.000
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Elysium Planitia, Ansicht
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Der Mars war stets Projektionsfläche menschlicher Neugier, ein leerer Raum für Spekulationen, Sehnsüchte und Herrschaftsansprüche. Benannt nach dem römischen Kriegsgott, spiegelt er das anthropozäne Weltbild wider. In dieser Arbeit entwerfe ich sieben Monumente an mythisch relevanten Orten auf dem Mars — Orte, die in verschiedenen Kulturen mit Göttlichkeit, Macht und Kosmologie assoziiert werden. Doch kein Mensch war je dort.

Hellas, der ursprüngliche Name Griechenlands, ist in der griechischen Mythologie mit der Herkunft und Identität der Griechen tief verwurzelt. Der Name leitet sich von Hellen, dem mythischen Stammvater der Hellenen, ab, der als Sohn von Deukalion und Pyrrha die griechischen Stämme begründet haben soll. Die Mythologie Griechenlands prägte maßgeblich die Vorstellungen von Göttern, Helden und kosmischen Ursprüngen, die später das Fundament der europäischen Kultur bildeten. Hellas war nicht nur der geografische Ursprung, sondern auch der geistige, durch dessen Geschichten die Werte von Mut, Ehre und menschlichem Streben nach Erkenntnis weitergegeben wurden. In der Antike galt Griechenland als die Wiege der menschlichen Zivilisation, sodass das sich dort befindende Monument diese Ursprünglichkeit zum Ausdruck bringen soll. Es steht inmitten eines wie ein ausgetrocknetes Flussdelta anmutenden verzweigten Grabensystem und setzt sich aus linearen, abzweigenden Wasserschächten und einem kleinen Pavillion zusammen. Dieser markiert den Knotenpunkt der ersten Abzweigung des vermeintlich dort fließenden Wassers.

Hellas Planitia ist ein riesiges Einschlagsbecken auf dem Mars und mit etwa 2300 Kilometern Durchmesser eines der größten seiner Art im Sonnensystem. Es liegt in der südlichen Hemisphäre des Planeten und ist bekannt für seine extreme Tiefe, die es zu einem der tiefsten Punkte der Marsoberfläche macht. Die Region ist von wissenschaftlichem Interesse, da dort Hinweise auf frühere geologische Aktivität und möglicherweise vergangenes Wasser gefunden wurden, die Aufschluss über die Geschichte des Planeten geben könnten.

„Die Götter haben die Brunnen des Lebens vor den Menschen geheim gehalten." (Hesiod)

Utopia ist ein mythologisches Konzept, das eine ideale, harmonische Gesellschaft beschreibt, frei von Konflikten, Ungerechtigkeit und Leid. Ursprünglich von Thomas Morus in seiner Schrift Utopia geprägt, hat der Begriff sich zu einer universalen Idee entwickelt, die als Ziel für menschliches Streben nach Perfektion dient. In mythologischer und philosophischer Hinsicht repräsentiert Utopia einen unerreichbaren Ort, der dennoch als Inspiration für soziale und moralische Ideale dient. Utopien in der Mythologie und Literatur spiegeln oft nicht nur menschliche Sehnsüchte, sondern auch Kritik an den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen wider. Sie dienen als Projektionsflächen für Visionen einer besseren Welt, deren Verwirklichung jedoch immer wieder durch menschliche Unzulänglichkeiten in Frage gestellt wird. Utopia versinnbildlicht Träume und Hoffnungen der Menschen, denn nur dieser besitzt die ausgeprägte Fähigkeit, vergangene Erfahrungen mit inneren Wünschen zu verknüpfen und daraus visionäre Pläne zu entwickeln. Das Monument an diesem Ort präsentiert sich als Aufstellung gespiegelter Treppen an einer seichten Kante. Sie repräsentieren die Aufwendigkeit zur Überwindung von gesellschaftlichen Konventionen und das Erklimmen von eigenen Erwartungen, wobei Auf- und Abstieg kaum näher aneinander liegen könnten.

Utopia Planitia ist eine ausgedehnte Ebene auf dem Mars, die als Teil eines der größten Einschlagsbecken des Planeten gilt und nördlich des Äquators liegt. Diese Region erlangte besondere Bedeutung, da hier 1976 die NASA-Landeeinheit Viking 2 landete und wichtige Daten über die Marsoberfläche sammelte. Utopia Planitia wird aufgrund ihrer geologischen Besonderheiten und des möglichen Vorhandenseins von unterirdischem Wasser oder Eis als vielversprechendes Ziel für die Erforschung der potenziellen Bewohnbarkeit des Mars betrachtet.

„Fortschritt ist nur die Verwirklichung von Utopien." (Oscar Wilde)

Prometheus ist ein Titan aus der griechischen Mythologie, der den Göttern das Feuer stahl und es den Menschen brachte, um ihnen Zivilisation, Wissen und Fortschritt zu ermöglichen. Für diesen Ungehorsam gegen Zeus, den obersten Gott, wurde Prometheus bestraft: Er wurde an einen Felsen gekettet, wo ein Adler täglich seine Leber fraß, die über Nacht nachwuchs. Prometheus symbolisiert den menschlichen Drang nach Wissen und Innovation, auch wenn dieser Drang mit großen Risiken und Opfern verbunden ist. Seine Bestrafung durch Zeus steht nicht nur für seinen Verrat an den Göttern, sondern auch als Mahnung, die Grenze zwischen göttlicher Macht und menschlichem Ehrgeiz nicht zu überschreiten. Fortschritt und Aufbruch als große Katalysatoren der Weltgeschichte werden als Turm repräsentiert, welcher aus der Marsoberfläche emporwächst, wie ein weiterer Vulkan, der sich ganz selbstverständlich zu diesen gesellt und doch künstlich erscheint. Die Menschheit hat seit jeher eine tiefe Verbindung zur Geometrie, die sie als Werkzeug verwendet, um Ordnung in das Chaos der Natur zu bringen und ihren Einfluss auf die Welt auszudrücken. In diesem Turm manifestiert sich die Dualität der Menschheit: einerseits das Bestreben, sich in die natürlichen Prozesse einzufügen, andererseits der unaufhörliche Drang, die Spuren des eigenen Fortschritts sichtbar zu machen.

Die Promethei Rupes sind ein markantes Klippengebiet auf dem Mars, das sich in der Nähe des Äquators im Osten des Planeten befindet, südlich der Tharsis-Region und westlich des großen Valles Marineris. Diese Formation erstreckt sich über mehrere tausend Kilometer und stellt ein bedeutendes geologisches Merkmal auf Mars dar, das durch tektonische Aktivitäten und Hebungen im Marsboden entstanden ist.

„Die Erde ist der große Felsen, woran die Menschheit, der eigentliche Prometheus, gefesselt ist und vom Geier des Zweifels zerfleischt wird." (Heinrich Heine)

In der griechischen Mythologie ist der Olymp der Sitz der zwölf olympischen Götter, darunter Zeus, Hera, Poseidon und Athene. Er wurde als majestätischer, oft wolkenverhüllter Berg vorgestellt, der unerreichbar hoch über der Welt thront. Auf dem Olymp sollen die Götter in prächtigen Palästen gelebt und die Geschicke der Menschen und der Welt gelenkt haben. Der reale Olymp, ein Gebirgszug in Griechenland, wurde in der Antike als heiliger Ort verehrt und eng mit den Göttern in Verbindung gebracht. Obwohl der Olymp der Sitz der Götter war, galten die Götter nicht als dauerhaft dort ansässig, sondern konnten die Erde und andere Orte im Kosmos besuchen. Der Olymp war ein mythologischer, kultureller Ort der Antike, dessen Bedeutung in Form eines Kolosseums gespiegelt wird. Das Kolosseum umschließt den Olympus Mons und lässt einen kulturellen Schauplatz entstehen, so wie es der Olympus oder auch das Kolosseum in der Antike waren. Beide waren symbolische Zentren für das römische Machtstreben und die Inszenierung von staatlichen Machtvorstellungen und öffentlichem Spektakel. Außerdem versinnbildlicht es die Agglomeration verschiedener kultureller Mythen und Traditionen, die über Jahrtausende gegenseitig angeeignet und integriert wurden.

Der Olympus Mons ist der größte Vulkan und höchste Berg im Sonnensystem, gelegen auf dem Mars, mit einer Höhe von etwa 21,9 Kilometern. Seine enorme Größe entstand durch langsame Lavaflüsse, die über Millionen von Jahren erstarrten, und er besitzt eine ausgedehnte Caldera an seiner Spitze. Eine Caldera ist eine große, kesselartige Vertiefung, die entsteht, wenn ein Vulkan nach einer gewaltigen Eruption in sich zusammenstürzt. Dabei wird die darunter liegende Magmakammer entleert, und der darüber liegende Boden gibt nach, wodurch ein breiter Krater oder eine Senke entsteht.

„Globalisierung: Die Welt wird zum Kolosseum." (Hans Ulrich Bänziger)

Cerberus stammt aus der griechischen Mythologie und gilt als Wächter des Hades, des Reichs der Toten. Er tritt in der Gestalt eines mehrköpfigen Wachhundes auf, der die Unterwelt bewacht und sicherstellt, dass keine Toten entkommen. Man stellte sich die Unterwelt als einen düsteren, abgeschiedenen Ort unter der Erde vor, wo die Seelen der Verstorbenen nach dem Tod verweilten. Der Eingang zur Unterwelt befand sich an geheimnisvollen, unbestimmten Orten auf der Erde, die meist Höhlen oder Schluchten zugeschrieben wurden. Einige glaubten, der Zugang könne sich im Westen am Rande der bekannten Welt befinden, wo die Menschen ins Reich des Hades gelangten. Der Übergang erfolgte durch den Fluss Styx, der den Eingang der Unterwelt begrenzte. Um diesen Fluss zu überqueren, brauchten die Toten die Hilfe des Fährmanns Charon. Dieser verlangte als Bezahlung eine Münze, meist einen Obolus, den die Angehörigen den Verstorbenen oft als Grabbeigabe unter die Zunge legten. Wer nicht bezahlen konnte, musste am Ufer des Flusses bleiben und fand keine Ruhe. Nach der Überfahrt traten die Seelen durch das von Cerberus bewachte Tor in die Unterwelt ein. Cerberus Fossae ist Ausdruck der zentralen philosophischen Bedeutung des Todes und der Transzendenz für jede Kultur der Weltgeschichte. Das Monument befindet sich unterirdisch entlang des Cerberus Fossae und erweitert diesen zur einer Hälfte längs als linearen Weg zur Unterwelt mit vielen angeschlossenen Wegen und Kammern.

Die Cerberus Fossae sind ein System langgezogener Spalten und Risse in der Marsoberfläche, das sich in der Region Elysium Planitia befindet. Sie entstanden vermutlich durch vulkanische und tektonische Aktivitäten und sind eine der geologisch jüngsten Formationen auf dem Mars, mit Anzeichen für periodische Wasser- oder Lavaflüsse.

„Das Hinabsteigen in die Unterwelt ist leicht." (Vergil)

Das Labyrinth ist in der Mythologie eine rätselhafte Struktur, die den Weg der Seelen symbolisiert — ein Ort der Prüfung und Transformation, an dem die Verlorenen durch Mut, Klugheit und Entschlossenheit den inneren Frieden und die Erkenntnis finden können. Es steht für die Reise durch das Chaos, auf der Suche nach Klarheit und einer höheren Wahrheit. In der griechischen Mythologie ist das Labyrinth untrennbar mit der Legende von König Minos und dem Minotaurus verbunden. Es wurde von Daedalus für König Minos von Kreta gebaut, um den Minotaurus — ein furchterregendes Mischwesen — darin einzusperren. Der Held Theseus, der in das Labyrinth geschickt wurde, konnte mithilfe von Ariadnes Faden seinen Weg hindurch finden, den Minotaurus besiegen und sicher entkommen, was das Überwinden von Chaos durch Mut und Intelligenz repräsentiert. In der ägyptischen Mythologie symbolisieren labyrinthartige Strukturen wie der Komplex von Hawara den Schutz vor Chaoskräften und den kosmischen Übergang, während in Asien labyrinthähnliche Mandalas den spirituellen Weg zur inneren Erleuchtung und Harmonie darstellen. Das Labyrinth symbolisiert Spiritualität und Orientierung als wichtige Pfeiler des menschlichen, irdischen Lebens. Durch eine komplexe, puzzleartige Struktur zieht sich das (geometrische) Labyrinth durch die Kluften des Noctis Labyrinthus.

Das Noctis Labyrinthus auf dem Mars ist ein gigantisches Netzwerk aus Schluchten, Spalten und Gräben, das sich westlich der Tharsis-Vulkanregion befindet und durch tektonische Spannungen entstanden ist. Es erstreckt sich über eine Länge von etwa 1.200 Kilometern und mehreren hundert Kilometern Breite.

„Es gibt nur einen Ausweg, wenn man einmal in ein Labyrinth geraten ist, das ist der Wille." (Fanny Lewald)

Das Elysium oder Elysion ist in der griechischen Mythologie der Ort, an dem tugendhafte Seelen Frieden finden. Es ist ein paradiesischer Ort im Jenseits, der den heldenhaften und von den Göttern bevorzugten Menschen vorbehalten ist. Es wird als eine wundervolle, friedliche Ebene beschrieben, voller ewiger Glückseligkeit, angenehmen Wetters und luxuriöser Natur.

Ursprünglich war es nur für wenige Auserwählte wie Helden und Halbgötter zugänglich, später entwickelte sich die Vorstellung, dass auch rechtschaffene Seelen diesen Ort erreichen konnten. Das Elysium wurde oft als Teil der Unterwelt beschrieben, jedoch als ein von Dunkelheit und Leid abgetrennter Bereich voller Licht und Glück. Dort lebten die Seelen in ewiger Jugend, genossen Musik, Tanz und die Gesellschaft von Gleichgesinnten. Später wurde es auch als „Inseln der Seligen" dargestellt, eine mythische Inselgruppe am Rand der Weltmeere. Der Fluss Lethe, der durch das Elysium fließt, lässt die Seelen, die von ihm trinken, alle Erinnerungen an ihr früheres Leben vergessen und bereitet sie so auf ein neues Dasein vor. Das Elysium symbolisiert Zeit und Unsterblichkeit als Fundamente der menschlichen Kultur und findet in seinen architektonischen Ausdruck als Reminiszenz an antike Rundtempel.

Die Region Elysium liegt nahe dem Marsäquator, nordöstlich der Tharsis-Vulkanregion, und erstreckt sich in der östlichen Hemisphäre des Planeten. Es ist eine vulkanische Region, die sich durch große Schildvulkane wie den Elysium Mons und umliegende Kraterlandschaften auszeichnet. Die Kombination aus gewaltigen Lavafeldern und Einschlagskratern macht diese Gegend zu einem Schlüsselgebiet für das Verständnis der vulkanischen und geologischen Vergangenheit des Planeten.

„Wenn das Menschsein alles ist, wozu braucht man dann das Elysium?" (Andreas Herteux, 2022)

‚Alle Kraft voraus, Paloma!‘ Umnutzung der entwidmeten St.-Pius-Kirche in Rheda-Wiedenbrück · mit Anna Otterpohl · Bachelorthesis SS 2022 · Prof.‘in Dipl.-Ing. Sandra Bruns und M.A. Cengiz Hartmann, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe · im Innenarchitekturstudium 2022 · Bachelorarbeit · Note 1,15Bachelor thesis · grade 1.15 +

Drei Fragen, ein Ort

Three questions, one place

Was kann aus der wachsenden Zahl ungenutzter Kirchengebäude entstehen? Wie kann die katholische Kirche ihre gepredigte Nächstenliebe in der Situation des Ukrainekriegs aktiv leben? Und wann wird Frauen endlich Raum und eine Stimme in der Institution Kirche gegeben? Der Entwurf beantwortet diese Fragen nicht, er stellt sie in den Raum — und macht sie begehbar.

What can become of the growing number of disused church buildings? How can the Catholic church actively live the charity it preaches, faced with the war in Ukraine? And when will women finally be given room and a voice within the institution? The design does not answer these questions; it puts them into space and makes them walkable.

Feminine Leichtigkeit gegen monumentale Schwere

Feminine lightness against monumental weight

Die St.-Pius-Kirche von 1955 ist, wie die meisten Kirchen, nicht auf den Maßstab Mensch hin geplant, sondern auf Gotteserhöhung und Machtdemonstration. Dem setzt der Entwurf filigran getragene Plattformen entgegen: konstruiert aus recycelten pinken Leitplanken, bespannt mit Leinen. In ihrer Anmutung erinnern sie an Schirme, die den Kirchenraum neu gliedern und aufbrechen, ohne ihn zu teilen. Die Frauen werden durch die Ebenen erhöht; neue Perspektiven werden für sie erlebbar.

St. Pius, built in 1955, is like most churches designed not to human scale but to exalt God and demonstrate power. Against this the design sets delicately carried platforms, built from recycled pink crash barriers and stretched with linen. They read as parasols that re-order and break open the nave without dividing it. Women are raised through the levels, and new perspectives become theirs to experience.

Ein Safe Space

A safe space

Aus dem Krieg in der Ukraine suchen viele Geflüchtete Schutz in Deutschland, 90 % davon Frauen und Kinder, die ihre Männer und Väter zurücklassen mussten. Das Raumprogramm zielt auf Selbstbewusstseinsstärkung und Selbstverwirklichung: Selfcare, Austausch, Rückzug, Ausdruck, Wissen — und, als bleibender Rest des Bestands, die Marienkapelle. Bibliothek, Küche mit langer Tafel, Atelier, Podcast-Studio, Koje und Kajüte liegen als eigene Handlungen im Raum verteilt.

Many of those fleeing the war in Ukraine seek shelter in Germany, 90 % of them women and children who had to leave husbands and fathers behind. The brief aims at confidence and self-realisation: self-care, exchange, retreat, expression, knowledge — and, as what remains of the existing building, the Lady Chapel. Library, kitchen with a long table, studio, podcast room, bunk and cabin are distributed through the space as distinct activities.

Vollständiger TextFull text (German)

Was kann aus der hohen Anzahl an ungenutzten Kirchengebäuden entstehen, welche stetig wächst? Wie kann die katholische Kirche ihre gepredigte Nächstenliebe in der aktuellen Situation des Ukrainekriegs aktiv leben? Und wann wird Frauen endlich mal Raum und eine Stimme in der Institution Kirche gegeben? Diese Fragen können wir nicht beantworten, aber mit unserem Konzept eine Diskussion dieser Themen herbeiführen.

Die St.-Pius-Kirche in Rheda-Wiedenbrück soll entweiht werden und ist, wie die meisten Kirchengebäude, nicht für den Maßstab Mensch geplant, sondern zu Gotteserhöhungs- und Machtdemonstrationszwecken. Ihre Erscheinung ist Ausdruck des maskulinen Verständnisses von Stärke, da Kirchen ausschließlich von männlichen Architekten geplant und gebaut wurden.

Ziel des Entwurfes ist es, der monumentalen Architektur ein starkes Gestaltungskonzept durch feminine Leichtigkeit entgegenzusetzen. Dies erreichen wir durch filigran getragene Plattformen, welche aus recycelten pinken Leitplanken konstruiert und mit Leinenstoff bespannt sind. In ihrer gesamten Anmutung erinnern sie an Schirme, die den Kirchenraum neu gliedern und aufbrechen. Wir stellen das Raumerlebnis für den Menschen in den Vordergrund, indem wir die Frauen durch die Ebenen erhöhen und neue Perspektiven für sie erlebbar machen.

Diesen innenarchitektonischen Ansatz wollen wir wortwörtlich auch gesellschaftlich erreichen und haben ein entsprechendes Raumprogramm konzipiert, welches die Selbstbewusstseinsstärkung und Selbstverwirklichung der Frauen zum Ziel hat. Aus der aktuellen Situation des Krieges in der Ukraine suchen viele Geflüchtete Schutz in Deutschland, 90 % dieser sind Frauen und Kinder, die ihre Ehemänner und Väter zurücklassen müssen. Wir können uns nur schwer in ihre Gefühlslage und ihre Bewältigung dieser traumatischen Erlebnisse hinein versetzen. Um einen kleinen Beitrag zu leisten, finden vor allem Frauen hier einen ‚Safe Space‘ vor, welcher ihnen zu allererst einmal Schutz, aber weitergehend auch Hoffnung und positive Energie durch Rückzug und Austausch geben soll. Es geht um positive Stärkung in jeglicher Hinsicht, die mit unserem Claim zum Ausdruck gebracht wird: „Alle Kraft voraus, Paloma!“

Der Titel verbindet zwei Bilder: ‚Alle Kraft voraus‘ ist ein Kommando aus der Schifffahrt zur Belastung der Schraubenkraft, rückwärts wie vorwärts. ‚Paloma‘ bedeutet Taube — Friedenssymbol und weiblicher Vorname zugleich.

Die St.-Pius-Kirche steht am Südring in Rheda-Wiedenbrück, eingebettet in ein Wohngebiet. Sie wurde aufgrund steigender Gemeindegröße erbaut, Ursache dafür waren die Kriegsrückkehrer nach dem Zweiten Weltkrieg. Damit entstand nicht nur die fünfte römisch-katholische Kirche in Wiedenbrück, sondern auch eine zweite Pfarrgemeindekirche. Im direkten Gebäudeanschluss befindet sich das Gemeindehaus der St.-Pius-Gemeinde, in dem ‚Pius-Haus‘ ist der Jugendtreff der Gemeinde mit Kegelbahn, Gesellschaftsräumen und einer Gemeinschaftsküche. In einem weiteren Anbau liegt der Pius-Kindergarten, welcher mit dem Gemeindehaus und der Sakristei verbunden ist. Baujahr 1955, moderne Architektur, 1150 m².

Die Konstruktion folgt dem Bild des Schutzschirms: Leitplanken bilden Profile und Aussteifungen, ein ‚Anker‘ hält sie zusammen und gibt Stabilität, darüber liegt die Plattform aus Holzbohlen mit Handlauf und Absturzsicherung. Leinen und Pergament werden hinterleuchtet, sodass die Unterseiten der Plattformen im Erdgeschoss für ein gleichmäßiges Lichtverhältnis sorgen und die gesamten Schirme strahlen.

Drei Schirme aus Leitplanken und Leinen im Kirchenschiff
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Schema der einzelnen Handlungen und Räume
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Lackieren der Leitplanke, Arbeitsprobe
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Die lackierte Leitplanke in Paloma-Pink
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Skizze: Leitplanken, Anker, Plattform aus Holzbohlen, Leinen
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Blick von oben auf die Selfcare-Plattform vor der Fensterrosette
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Selfcare-Bereich unter dem Schirm
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Sitzinseln im Kirchenschiff mit Blick zum Chorfenster
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Schaukeln am Bestandsfenster unter den Plattformen
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Lange Tafel neben den erhaltenen Kirchenbänken
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Bibliothek im Rundbau mit Wendeltreppe
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Atelier auf der terrassierten Ebene
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‚Wall of Water‘ Projekt kochen.leben — Entwurf einer Küche der Zukunft · mit Anna Otterpohl und Pia Willig · Prof. Sandra Bruns, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Wintersemester 2021/22 · im Innenarchitekturstudium 2021 · 2. Preis2nd prize +

Das Bewusstsein für die Ressource Wasser in das alltägliche Leben holen. Die kupfernen Wasserleitungen werden aus der Wand in den Raum gebracht und machen den Wasserverbrauch im Alltag sichtbar. Die Wall of Water ist die unmittelbare Entscheidung, alle Handlungen mit Wasser gebündelt an einem Ort zusammenzuführen, in einer wasserhaltigen Wand.

Im deutschen Haushalt haben wir sehr gute Trinkwasserqualitäten, und der Kauf von abgefüllten Plastikflaschen ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch um ein Vielfaches teurer im Verbrauch. Es wird zum Trinken des hauseigenen Wassers motiviert, dies allerdings mit der nötigen Wertschätzung. Außerdem wird ein geschlossener Wasserkreislauf veranschaulicht, denn das Podest ist an eine Wasserquelle angeschlossen und das Frischwasser kann an beliebigen Stellen abgezapft werden, etwa an einem separaten Hahn am Esstisch. Ein Teil des Grauwassers wird mithilfe eines Filters im Podest zur Pflanzenbewässerung wiederverwendet.

Die Kupferrohre bilden den filigranen Gegenpart zur massiven Wand und differenzieren sich unterschiedlich zur Interaktion mit den Nutzer:innen aus. Die Kräuter sind mehr als nur zum frischen Kochen: Sie zeigen unmissverständlich auf, dass Wasser Leben ist.

2. Preis der Anja-Schaible-Stiftung · Ausstellung auf der Küchenmeile A30, Löhne · Artikel in TEC21 7/2024

Die Collage in der Schweizerischen Bauzeitung TEC21
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Titelseite der Ausgabe „Gruss aus der Küche“
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Umsetzung des Entwurfs auf der Küchenmeile A30, Löhne
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Perspektive der Wall of Water mit Kräuterbeet und Esstisch
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Perspektive von der Rückseite
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Zwei Ansichten der Wall of Water
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‚Marschhufen‘ Entwurf eines Gymnasiums und einer Stadtteilschule in Finkenwerder im Bestandskontext · Entwurf Studio Weinmiller WS 2024/2025 · Prof. Gesine Weinmiller, HafenCity Universität Hamburg 2025 · 1. Preis1st prize +

Topographische Lernlandschaft — Schule als Teil der Kulturlandschaft

Die städtebauliche Setzung orientiert sich an der linearen Anbaustruktur des Alten Landes und greift die charakteristische Marschhufenstruktur der Elbmarschen auf. Diese traditionelle Parzellierung entlang von Deichen und Prielen, die Zugang zu Wasser und vielfältige Bodenqualitäten bot, dient als Leitmotiv für die Verbindung von Bestand und Neubau.

Weiterbauen im Bestandskontext

Die große Zweifeldsporthalle ist einem Brand zum Opfer gefallen und die restlichen Bestandsbauten sind schon im Abrissprozess — außer der Einfeldsporthalle, welche mittig im Ensemble zurückbleibt. Zuallermeist wurde sie bei den Entwürfen von Kommilitonen als Störobjekt identifiziert und ebenfalls eliminiert; bei diesem Entwurf nimmt sie die Gegenrolle ein: Sie ist der Ausgangspunkt und das Bindeglied des gesamten Entwurfs. Auch hier kann sich eines metaphorischen Bildes der Natur beholfen werden: Der Neubau entwächst aus dem Bestand und verwebt sich mit der Landschaft.

Die lineare Parzellierung bildet das strukturelle Raster für den Campus. Sechs begrünte Spangen in Form von massiven Streifenbauten aus Mauerwerk mit wild begrünten Dächern setzen sich in die Landschaft als vertikale Fundamente, zwischen denen sich die Aula, die Mensa oder die Lernlandschaften frei aufspannen. Der Rhythmus aus fokussierter Dichte und offener Weite entspricht dem Kern der Nutzungen: Die Klassenzimmer in den Spangen sollen den Schüler:innen Konzentration, Ruhe und Halt geben, während sie sich in weitläufigen Bereichen dazwischen frei bewegen und ausleben können. Räumliche Polarität wird als essentieller Wert erkannt und nutzungsspezifisch eingesetzt.

Zwei Identitäten — ein Ort

Die Bestandsgebäude des Gymnasiums sollen in ihrer Adresse gestärkt werden, und gleichzeitig muss die Stadtteilschule eine eigene, neue Adresse erhalten — eine der Hauptherausforderungen des Entwurfs. Wie manifestiert sich bauliche Koexistenz? Indem man sich respektvoll in das Vorgefundene einfügt und genügend Raum für alle Nutzer lässt, vor allem auch zwischen den Nutzern — um dann an konkreten Stellen die richtigen Orte für das Zusammenkommen zu inszenieren.

Vollständiger TextFull text (German)

Für die Stadtteilschule und das Gymnasium gleichwertige Identitäten zu schaffen ist von essenzieller Bedeutung für die Zukunft der Schüler Finkenwerders, sowie für das gesamte Quartier. Die vorherige getrennte Erschließung beider Schulen von Osten und die vorherrschende Präsenz der Stadtteilschule zur Öffentlichkeit hin waren nicht förderlich für ein kooperatives Miteinander auf quasi geteiltem Raum.

Wichtige Voraussetzung für den Entwurf war die Entscheidung, die vorhandene Einfeldsporthalle in den Entwurf zu integrieren anstatt sie abzureißen. Die Sporthalle ist Startpunkt der neuen Gebäudekette, welche eine angemessene Maßstäblichkeit für die Nutzung als Sekundarschule schafft und zudem eine klare Zonierung für die unterschiedlichen Außenraumangebote bietet.

Das Alte Land mit seinen Obstplantagen und auch Finkenwerder sind noch immer traditionell durch eine Marschhufenstruktur gekennzeichnet, welche typisch für die Elbmarschen ist. Eine schmale, tiefe Parzellierung entlang der Deiche oder Priele erlaubte jedem Bewohner direkten Zugang zu Wasser sowie meist auch möglichst viele verschiedene Bodenqualitäten für jeden Hof. Besonders die Werte, für die das Alte Land steht, können einen wertvollen Beitrag zum Schulalltag leisten: Respekt vor der Natur und ihren Jahreszeiten, nachhaltig regionale Bewirtschaftung, Tradition und Weiterentwicklung des Obstanbaus.

Angefangen mit der Bestandssporthalle, deren Standort dadurch gestärkt wird, dass ihr Vorplatz als sportlicher Treffpunkt definiert wird. Durch die Setzung der ersten Spange östlich neben die Sporthalle wächst diese gewissermaßen ‚natürlich‘ weiter, und über diese Spange kann die neue Zweifeldsporthalle betreten werden. Diese befindet sich im Untergeschoss und schafft ein transparentes Zwischenscharnier zwischen oberer und unterer Grundstückshälfte, denn die Schüler können von beiden Seiten in die Sporthalle mit filigranem Holztragwerk hinunterschauen. Auf ihrer Dachfläche liegt ein Dachgarten, der vom Pausenhof sowie vom ersten Geschoss der Cluster erschlossen werden kann.

Durch das Ausformulieren der rhythmischen Kubatur wird einer strengen Magistrale entgegengewirkt, der verbindende Weg zwischen Stadtteilschule und Gymnasium jedoch funktional aktiviert und freigeräumt, sodass die vorher getrennten Zugänge beider Schulen zu einer großzügigen Allee zusammengelegt werden. Die Sichtachse zum Gymnasium wird freigelegt und die Adresse der Stadtteilschule ordnet sich unaufgeregt neben diese.

In der ersten Spange ist im Erdgeschoss die Verwaltung untergebracht sowie der Windfang, über welchen man die helle Eingangshalle betritt. Quartiersbewohner können der Achse folgend in die Aula geführt werden, welche mit nahgelegenem WC, Garderobe und Kiosk autark genutzt werden kann. Die zweite Spange führt die Schüler entweder in die oberen Geschosse zu den Schulclustern oder zur Mensa, welche sich zur oberen Schulhofhälfte orientiert. Mensa und Aula können zusammengeschaltet werden und bilden für Feste ein geeignetes Raumkontinuum.

Die geforderten sechs Cluster sind auf zwei Geschosse aufgeteilt und werden über großzügige, direkte Treppen mit Luftraum erreicht. Die Schüler erreichen ihre Klassenzimmer über die transparenten Lernlandschaften mit begrünten Lichthöfen. Die dort frei platzierten Glaskuben verorten Gruppenräume, Inklusionsflächen und Vorbereitungsflächen für das Lehrpersonal. Durch innenliegende Vorhänge in den akustisch ertüchtigten Glaskuben können die Schüler ihr Maß an Offenheit und Privatsphäre selber festlegen.

Die restlichen Bestandsgebäude werden im Grundriss offener gestaltet. Das nördlichste Gebäude wird zum Kreativ- und Werkgebäude, das südliche Gebäude zur Straße hin bringt weiterhin die Naturwissenschaften unter, und der Bau daneben wird zum Pausenmehrzweckgebäude.

Außenperspektive vom Schulhof mit Haupteingang
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Arbeitsmodell im städtebaulichen Umfeld
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Historische Karte von Finkenwerder mit markiertem Grundstück
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Schwarzplan mit Einbindung ins Quartier
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Städtebauliche Setzung in der Marschhufenstruktur
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Lageplan mit Außenanlagen und Obstalleen
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Grundriss Erdgeschoss mit Umgebung, 1:200
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Grundriss Untergeschoss mit Doppelsporthalle, 1:200
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Grundriss erstes Obergeschoss, 1:200
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Grundriss zweites Obergeschoss, 1:200
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Ansichten und Längsschnitt
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Kolorierte Ansicht mit begrünten Spangen
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Fassadenschnitt und Fassadenansicht
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Mensa mit Blick in die Vitalküche
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Vitalküche
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Klassenzimmer in der Spange
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Lernlandschaft mit Glaskuben und Lichthof
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Vorzone der Cluster mit Oberlichtern
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Doppelsporthalle mit Holztragwerk
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Experimentelles Wohnen Entwurf eines Wohngebäudes · mit Pia Uhrlaß · Entwurf Studio Urban Generator, Sommersemester 2024 · Stephen Kausch und Christoph Fischer, HafenCity Universität Hamburg 2024 · EntwurfDesign studio +

Theorie und Praxis gegenüber

Der Entwurfsaufgabe — Wohnen im urbanen Kontext mit einer zusätzlichen Nutzung — versuchen wir mit einer Frage im doppelten Kontext zu begegnen: Wie wollen wir denn überhaupt wohnen? Beim Philosophieren über diese Frage war die zusätzliche Nutzung naheliegend: Ein Wohnkulturforum muss geschaffen werden, also ein Ort, an welchem man genau diese Frage mit Akteur:innen der Stadt diskutieren kann. Den Satz „Der Frage des Wohnens Raum geben" haben wir sehr wörtlich genommen, und unser Entwurf versucht zum einen theoretisch durch das Forum auf ihn einzugehen sowie natürlich durch das Praktische: das Wohnen an sich.

Da wir die Frage des Wohnens allerdings nicht beantworten können, haben wir eine räumliche Grundlage zum Experimentieren geschaffen: zwei doppelgeschossige Plattformen, angeschlossen an einen Versorgungskern. Das derzeitige Experiment: doppelgeschossige Holzmodulbauten in einer klimatischen Hülle.

Trennbarkeit ohne Kompromisse

Entwurfsgrundlage war die Rückbaubarkeit des Experiments bis auf den Betonkern. Durch das strenge Trennen der Funktionsschichten setzen wir jedes Material spezifisch seiner Qualitäten ein, entzerren diese und machen sie so ablesbar. Die statische Ebene bildet das Stahltragwerk, welches mithilfe von Trapezblechdecken die doppelgeschossigen Plattformen ausbildet. Die gläserne Vorhangfassade erfüllt einzig den Witterungsschutz, und die Holzeinbauten mit der vorgelagerten Pufferzone bilden die Dämmebene ab. Dies trägt insgesamt zu einer energetisch effizienten und nachhaltigen Bauweise bei.

Arbeitsmodell im städtebaulichen Umfeld
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Lageplan 1:500
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Diagramm: Lärmemission, Pufferzone und begrünte Fuge
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Grundriss Erdgeschoss mit Umgebung
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Einzelwohnung, Grundriss erstes Geschoss
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Einzelwohnung, Grundriss zweites Geschoss
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Zweiwohnung, Grundriss erstes Geschoss
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Zweiwohnung, Grundriss zweites Geschoss
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Grundriss erstes Obergeschoss der Ein-Personen-Maisonette
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Grundriss zweites Obergeschoss der Ein-Personen-Maisonette
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Trennen der Funktionsschichten: tragen, dämmen, schützen
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Ansicht des Forums zur Bahn
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Ansicht des Wohngebäudes
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Die begrünte Fuge zwischen Wohnen und Forum
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Die Fuge am Abend
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Fassadenausschnitt mit Vorhangfassade, Markisen und Holzmodulen
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Vorhangfassade mit Stahltragwerk
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Werkstatt im Forum
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‚Steckenpferd‘ Ein Stadthaus in Holzbau · mit Pia Uhrlaß · Baukonstruktion Studio D, WS 2023/2024 · Prof. Bernd Dahlgrün, HafenCity Universität Hamburg 2024 · BaukonstruktionConstruction +

Unser nachhaltiges Gebäudekonzept betont Holzbau außerhalb der Labore, setzt auf Systemtrennung, Monomaterialität und nachhaltige Dämmstoffe. Wir haben auf die herkömmlichen Baumaterialien Beton, Zement und Estrich verzichtet und uns über nachhaltigere Alternativen informiert und diese einge-setzt → ein-gesteckt.

Als angehende Architektinnen sollten wir die Kreislauffähigkeit unserer Gebäude beachten, die durch das Verwenden von ‚holzius‘-Wänden mit Dübelverbindungen, Dübelholzdecken oder auch den Holzrahmen mit Einblasstrohdämmung gegeben ist. Die Baustoffe sind so leicht wieder in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Wir haben auf leimfreie Konstruktionen gesetzt und uns beim Fügen von Bauteilen vor allem für das ‚Stecken‘ begeistert, weshalb wir unser Projekt ‚Steckenpferd‘ genannt haben.

Modell des Stadthauses, Straßenseite
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Schnittmodell mit Treppenhaus und Dachterrasse
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Ansicht von der Straße, 1:50
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Ansicht vom Innenhof, 1:50
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Horizontal- und Vertikalschnitt Fenster, 1:10
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Gründach mit Attika und Dachfenster, 1:10
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Terrassenaustritt, 1:10
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Pflanzbeet mit Sitzbank und Brüstung, 1:10
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Loggia mit Geschossdecke, 1:10
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Masterstudium TU MünchenMaster's, TU Munich 2026– in Arbeitin progress +

to be continued…

Porträt von Sarah Dann

about Sarah Dann

Ausbildung

Education

2026 — M.A. ArchitekturM.A. Architecture Technische Universität München
2022 — 2025 B.Sc. ArchitekturB.Sc. Architecture HafenCity Universität Hamburg · 1,5
2018 — 2022 B.A. InnenarchitekturB.A. Interior Architecture Technische Hochschule OWL · 1,6
2021 AuslandssemesterSemester abroad University of Florida, Gainesville · ISAP/DAAD
2020 PraxissemesterPlacement semester MONOPLAN AG · Zürich MONOPLAN AG · Zurich

Praxis

Practice

2025 — 2026 UC'NA Architekten ETH SIA Praktikum · Zürich Internship · Zurich
2023 — 2024 studio caspar. Werkstudentin · Hamburg Working student · Hamburg
2022 Haferkamp Interior Design Praktikum · Herford Internship · Herford
2021 Köhler + Otto Architekten Praktikum · Bad Wünnenberg Internship · Bad Wünnenberg
2020 BAL GmbH Bauleitung · Berlin Site management · Berlin
2018 HandwerkTrades Tischlerei Kersting · Rohbau Schmidt Carpentry · construction site

Preise & Stipendien

Prizes & scholarships

2025 1. Preis Studierendenwettbewerb1st prize, student competition Cubus Medien Verlag · Schulbaumesse Hamburg
2023 — 2024 Deutschlandstipendium Stipendium des Bundes für besondere Leistungen Federal scholarship for high-achieving students
2022 Moodboard-WettbewerbMoodboard competition Haworth / Cappellini / Kvadrat · Salone del Mobile
2021 2. Preis Anja-Schaible-Stiftung2nd prize, Anja Schaible Foundation cooking.living · TEC21 7/2024
2021 ISAP-Stipendium DAAD · University of Florida

Blatt 04 — KontaktContact Offen für Werkstudentenstellen ab 2026 Open to working-student positions from 2026

sarahdann1999@web.de HAPPY TO HEAR FROM YOU SOON   

Blatt 05 — Impressum§ 5 DDG

Angaben gemäß § 5 DDGInformation pursuant to § 5 DDG
Sarah Dann
Mordian-Loer-Weg 43
33181 Bad Wünnenberg
Deutschland

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